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KAUFRATGEBER — BADARMATUREN

Badarmatur auswählen: Maße, Montageart und Oberflächen

Eine Badarmatur wählen Sie selten — oft erst bei der Badrenovierung — deshalb lohnt es sich, in der richtigen Reihenfolge zu entscheiden: Speicher, Raum, Montageart, Höhe, Oberfläche. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche drei Maße Sie zu Hause messen, was Wand- und freistehende Montage verlangen, wann sich an der Wanne ein Thermostat lohnt und wie Sie die Armatur bei hartem Wasser pflegen.

Aktualisiert 6. September 202617 Min. Lesezeit

Hohe Badarmatur in gebürstetem Nickel an einem Aufsatzwaschbecken auf einem EichenunterschrankHohe Badarmatur in gebürstetem Nickel an einem Aufsatzwaschbecken auf einem Eichenunterschrank

KURZE ANTWORT

Eine Badarmatur wählen Sie in fünf Schritten: prüfen Sie zuerst den Speicher (ein offener Boiler verlangt eine Niederdruckausführung), dann den Montageort, die Art der Armatur — Standarmatur, Wandarmatur oder freistehend — sowie Höhe und Ausladung des Auslaufs passend zum Waschbecken. Die Oberfläche wählen Sie zuletzt. Wand- und freistehende Ausführungen planen Sie bereits in der Rohinstallationsphase.

Wie wählen Sie die richtige Badarmatur?

Die richtige Armatur bestimmen fünf aufeinanderfolgende Entscheidungen: Speichertyp, Raum (Waschbecken, Wanne oder Dusche), Montageart, Höhe und Ausladung des Auslaufs sowie die Oberfläche. Eine Standarmatur tauschen Sie jederzeit, eine Wandarmatur braucht einen Unterputzkörper in der Wand, eine freistehende ein Grundset im Boden — beide planen Sie, solange die Baustelle noch offen ist.

Die Badarmatur — umgangssprachlich der Wasserhahn, fachlich die Mischbatterie, weil sie warmes und kaltes Wasser mischt — ist ein Bauteil, das Sie mehrmals täglich benutzen und selten tauschen; oft erst bei der Badrenovierung. Deshalb ist die Reihenfolge der Entscheidungen wichtiger als das Blättern im Katalog. Wenn Sie ihr folgen, suchen Sie unter den Badarmaturen für Waschbecken, Wanne und Bidet deutlich gezielter.

Die technische Grundlage decken zwei europäische Normen ab: EN 817 für mechanische (Einhebel-) Mischbatterien und EN 1111 für thermostatische. Die erste legt Anforderungen an Maße, Dichtheit, Druck, Hydraulik, Mechanik, Dauerhaltbarkeit und Akustik für Armaturen in Bad und Küche fest, die zweite die Anforderungen an thermostatische Mischventile. Bei beiden handelt es sich um Typprüfungen im Labor, nicht um eine Kontrolle jedes einzelnen Stücks in der Fertigung — die Konformität erklärt der Hersteller. Maßgeblich für den Einbau ist immer die Montageanleitung des konkreten Modells.

PRÜFEN SIE DEN SPEICHER, BEVOR SIE DIE OPTIK WÄHLEN

Hat das Waschbecken einen offenen (drucklosen) Speicher unter sich, gehört daran keine übliche Druckarmatur — nötig ist eine Niederdruckausführung mit drei Anschlussschläuchen. Der Fehler zeigt sich als undichter Speicher oder als Tropfen, nicht als sofortiger Defekt der Armatur. Wie Sie den Speicher erkennen, steht im Ratgeber zum Niederdruckanschluss; die Niederdruckarmaturen in unserem Sortiment sind derzeit Küchenarmaturen, schreiben Sie uns deshalb für das Bad, und wir finden eine passende Lösung.

Welche Höhe braucht die Armatur an Ihrem Waschbecken?

Die Höhe der Armatur folgt dem Waschbecken: Einbau- und Unterbaubecken deckt die Standardausführung ab, ein Aufsatzbecken braucht eine hohe Armatur, die über seinen Rand reicht. Der Strahl soll in Richtung Ablauf fallen, nicht auf den Rand der Keramik, und zwischen Auslauf und Beckenrand soll genug Platz zum Händewaschen ohne Spritzen bleiben.

Die Auslaufhöhe bewegt sich im Sortiment in drei praktischen Klassen. Niedrige Ausführungen sind vor allem zum Händewaschen gedacht, mittlere für den täglichen Gebrauch, hohe geben Platz zum Haarewaschen oder zum Füllen höherer Gefäße — und sind die einzigen, die über den Rand eines Aufsatzbeckens reichen. Bei uns sehen Sie den Unterschied am einfachsten an einem Produkt: das Modell VU1610 bietet denselben Körper in niedriger und hoher Ausführung und ist deshalb ein gutes Vergleichsmittel, auch wenn Sie sich am Ende für ein anderes Modell entscheiden.

Das zweite Maß ist die Ausladung — der Abstand zwischen der Mitte des Armaturenkörpers und dem Punkt, an dem das Wasser austritt. Es gilt eine einfache Regel: je größer das Waschbecken, desto länger die Ausladung. Ist sie zu kurz, fällt das Wasser auf den Rand der Keramik; ist sie zu lang, landet der Strahl zu nah am vorderen Rand und spritzt darüber.

  • Höhe der Keramik: messen Sie von der Platte bis zum oberen Rand des Beckens. Das ist die Zahl, die zwischen Standard- und hoher Armatur entscheidet.
  • Freier Abstand: wie viel Platz Sie zwischen Auslauf und Rand der Keramik wollen. In der Praxis liegen zwischen Auslauf und oberem Beckenrand üblicherweise 10–15 cm, die Angabe unterscheidet sich aber von Modell zu Modell — maßgeblich ist die Montageanleitung.
  • Ausladung: von der Mitte der Montageöffnung bis zu dem Punkt, an dem das Wasser fallen soll — in der Regel über dem Ablauf, nicht davor.
Schnitt durch ein Waschbecken mit markierter Armaturenhöhe, freiem Abstand unter dem Auslauf und Ausladung bis zum AblaufSchnitt durch ein Waschbecken mit markierter Armaturenhöhe, freiem Abstand unter dem Auslauf und Ausladung bis zum Ablauf
Drei Maße entscheiden über die Wahl: Höhe der Keramik, freier Abstand unter dem Auslauf und Ausladung bis zum Ablauf.

PRÜFEN SIE DIE KOMBINATION

Eine Höhe passt nicht zu jedem Aufsatzbecken — die richtige Kombination hängt von Tiefe und Form des Beckens ab. Hersteller veröffentlichen für geprüfte Paarungen Tabellen, unsere Produkte stehen in diesen Datenbanken jedoch nicht, deshalb prüfen wir die Kombination mit Ihrem Waschbecken lieber gemeinsam. Schicken Sie uns beide Maße, und wir antworten vor dem Kauf.

Was verlangt eine Wandarmatur und welche Maße messen Sie?

Eine Wandarmatur braucht einen Unterputz-Grundkörper, der vor dem Fliesen in die Wand eingebaut wird, deshalb ist sie vor allem im Neubau oder bei einer größeren Badrenovierung sinnvoll. Messen Sie vor der Bestellung zweierlei: den Abstand zwischen den Mitten der Wandanschlüsse, der bei den meisten Armaturen 150 mm beträgt, und die Höhe des Auslaufs über dem oberen Rand des Waschbeckens. Den Einbau überlassen Sie einem qualifizierten Installateur.

Bei einer Wandarmatur sind an der Wand nur Auslauf und Hebel zu sehen, der Mechanismus steckt im Unterputz-Grundkörper (Unterputz heißt: in die Wand eingebaut, unter der fertigen Bekleidung). Den Körper baut der Installateur vor dem Fliesen ein, das sichtbare Teil wird zuletzt montiert — ohne rechtzeitig eingebauten Körper lässt sich eine Wandarmatur nicht anbringen. Dafür bekommen Sie eine freie Platte, weniger Reinigungsaufwand rund um den Sockel und ein ruhiges, minimalistisches Bild.

Nun zu den Maßen. Höhe: zwischen Auslauf und oberem Rand des Waschbeckens liegen üblicherweise 10–15 cm — tief genug, dass das Wasser nicht spritzt, und hoch genug für ein höheres Gefäß. Anschlussabstand: das eingeführte Maß ist bei den meisten Wandarmaturen 150 mm zwischen den Mitten, kleinere Abweichungen gleichen verstellbare S-Anschlüsse aus. Diese Zahl ist nicht durch eine Norm vorgeschrieben, in der Praxis entscheidet sie aber, ob die Armatur überhaupt passt. Messen Sie sie mit dem Maßband, bevor Sie bestellen.

Wenn Sie die Wand nicht öffnen, ist der Weg einfach: bleiben Sie bei der Standausführung auf der vorhandenen Öffnung. Öffnen Sie sie doch, brauchen Sie neben dem sichtbaren Teil auch den mechanischen Teil in der Wand. Einbau- und Serviceelemente — darunter das Unterputz-Mischventil BFP1543 für Brause und Wanne — finden Sie unter den Ersatzteilen. Weil Unterputzkörper und sichtbare Sets zwischen Ausführungen nicht beliebig zusammenpassen, prüfen Sie die Eignung für Ihre Wandarmatur vor der Bestellung mit uns.

Welche Wannenarmatur passt zu Ihrem Bad?

An der Wanne wählen Sie zwischen vier Ausführungen: Wand-Aufputz, Wand-Unterputz, Armatur auf dem Wannenrand und freistehend. Der Unterschied liegt nicht in der Optik, sondern darin, was der Einbau verlangt. Die Aufputzausführung wird ohne Eingriff auf die vorhandenen Anschlüsse geschraubt, die anderen drei müssen geplant werden, solange Wand oder Boden noch offen sind.

Wannenarmaturen — was der Einbau verlangt
AusführungWas sie verlangtWann sie sinnvoll ist
Wand-Aufputzvorhandene Wandanschlüsse für Warm- und Kaltwasser; Abstand 150 mmAustausch ohne Eingriff in die Wand — der einfachste Weg
Wand-UnterputzGrundkörper in der Wand vor dem Fliesen; fachgerechte MontageNeubau oder größere Renovierung, wenn die Wand offen ist
Auf dem Wannenrand2–4 Öffnungen im Wannenrand oder in der gemauerten AblageWannen mit breitem Rand; der Schlauch der Handbrause lässt sich im Rand verbergen
Freistehend (bodenstehend)Grundset im Rohboden vor dem Estrich; Zuleitung durch den Bodeneine freistehende Wanne als Mittelpunkt des Bades

Die meiste Planung verlangt die freistehende Ausführung: die Wasserzuleitung verläuft durch den Boden, deshalb muss das Grundset vor dem Estrich in den Rohboden eingebaut werden. Die vorgesehene Einbautiefe ist bei jedem Grundset anders, prüfen Sie sie deshalb im technischen Datenblatt Ihres Modells. Ein nachträglicher Einbau in einen fertigen Boden ist in der Regel nicht ohne Aufstemmen möglich. Unterputzkörper haben ihren Vorteil an anderer Stelle: das sichtbare Teil lässt sich später ohne Eingriff in die Wand tauschen. Dieselbe Logik gilt bei der Dusche — die Unterschiede haben wir im Ratgeber Aufputz oder Unterputz Duschsystem aufgeschlüsselt.

Eine Ausführung für den Wannenrand haben wir nicht im regulären Sortiment; wenn Sie eine planen, schreiben Sie uns mit den Maßen der Öffnungen im Rand, und wir prüfen, was lieferbar ist.

Wann lohnt sich an der Wanne eine Thermostatarmatur?

Eine Thermostatarmatur hält die eingestellte Temperatur selbsttätig, auch wenn anderswo im Haus jemand Wasser aufdreht. Sie lohnt sich überall dort, wo Kinder oder ältere Menschen baden, und bei Systemen mit schwankendem Druck. Die Sicherheitssperre verringert das Verbrühungsrisiko, sie beseitigt es nicht — die Aufsicht über kleine Kinder bleibt nötig.

An der Wanne ist diese Entscheidung nicht nur Komfort. Die Norm EN 1111 für thermostatische Mischventile führt aus, dass beim Schutz von Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung vor Verbrühungen das Mischwasser auf eine geeignete Badetemperatur — rund 38 °C — eingestellt sein soll, weil Kinder schon bei niedrigeren Temperaturen gefährdet sind als Erwachsene. Unmittelbar danach ergänzt sie, dass dies die Notwendigkeit der Aufsicht über kleine Kinder beim Baden nicht aufhebt.

SICHERHEIT VON KINDERN

Die Sicherheitssperre am Thermostat verringert das Verbrühungsrisiko, sie beseitigt es nicht. Die Norm EN 1111 nennt eine Einstellung auf eine Badetemperatur von rund 38 °C und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsicht über kleine Kinder beim Baden weiterhin nötig bleibt.

Was bedeutet hartes Wasser für Ihre Armatur?

Die Wasserhärte unterscheidet sich im deutschsprachigen Raum stark — von weichem Wasser in Teilen Nordwestdeutschlands bis zu sehr hartem in Kalkregionen, und sie kann sich sogar zwischen zwei Wasserwerken derselben Stadt unterscheiden. Hartes Wasser hinterlässt Kalk am Strahlregler, an den Brausedüsen und an Heizflächen. Für die Armatur bedeutet das regelmäßige, aber sanfte Pflege; den konkreten Wert für Ihre Adresse erfahren Sie beim Wasserversorger.

Die Härte wird bei uns in deutschen Härtegraden angegeben: 1 °dH entspricht 10 mg Calciumoxid je Liter Wasser. Das deutsche Wasch- und Reinigungsmittelgesetz fasst die Werte in drei Bereiche: weich unter 1,5 mmol/l Gesamthärte (unter 8,4 °dH), mittel von 1,5 bis 2,5 mmol/l (8,4 bis 14 °dH) und hart über 2,5 mmol/l (über 14 °dH). Diese Einteilung dient eigentlich der Dosierung von Waschmitteln, ist aber auch für die Armatur der praktischste Maßstab.

Wichtig ist zweitens, dass der Wert auch innerhalb eines Versorgungsgebiets schwankt. Wasserwerke speisen aus unterschiedlichen Brunnen und Talsperren, und der Härtebereich kann sich mit dem Förderregime ändern. Deshalb sind Zahlen aus fremden Artikeln oder aus dem Nachbarort nicht brauchbar — den Wert für Ihre Adresse veröffentlicht Ihr Wasserversorger, in Deutschland ist er zur Angabe des Härtebereichs verpflichtet.

Für die Armatur bedeutet die Härte dreierlei. Kalkablagerungen machen nach Einschätzung des Umweltbundesamtes vor allem an Warmwasserbereitern Probleme: die Heizkosten steigen und die Lebensdauer des Geräts sinkt. Das erste sichtbare Zeichen an der Armatur ist ein verkalkter Strahlregler (das Sieb am Auslauf) — der Strahl wird ungleichmäßig und zerstreut — oder einzelne verstopfte Düsen an der Brause. Mit der Zeit setzen sich Ablagerungen auch an inneren Teilen ab; Vorgehen und zulässige Mittel für die Reinigung prüfen Sie immer in der Anleitung Ihres Modells, denn sie unterscheiden sich zwischen den Ausführungen.

Wie pflegen Sie die Armatur, damit sie hält?

Wischen Sie die Armatur mit einem feuchten weichen Tuch ab, tragen Sie den Reiniger auf das Tuch auf und nie direkt auf die Armatur, spülen Sie danach gründlich und reiben Sie trocken. Verwenden Sie milde Reiniger auf Citronensäurebasis. Essig, Chlor, Salzsäure, Scheuermittel und Dampfreiniger sind verboten, weil sie die Oberfläche beschädigen.

Das Vorgehen gilt für Chrom und für farbige Oberflächen; im Zweifel prüfen Sie die Anleitung Ihres Modells. Zwei Details sind wichtiger, als sie scheinen. Erstens: Mikrofasertücher zählen zu den scheuernden Mitteln, nehmen Sie deshalb ein weiches Baumwolltuch oder einen gewöhnlichen Schwamm. Zweitens: den Reiniger immer auf das Tuch und nie als Sprühnebel direkt auf die Armatur, weil der Nebel in Öffnungen und Spalten dringt, wo er Schaden anrichten kann.

  • Sicher: milde Reiniger auf Citronensäurebasis — auf das Tuch aufgetragen, kurz einwirken lassen, gründlich abspülen.
  • Verboten: Salz-, Essig-, Ameisen- und Phosphorsäure, konzentrierte Natronlauge, Chlorbleiche, Scheuermittel, Schwämme mit Scheuervlies, Mikrofasertücher und Dampfreiniger.
  • Achtung bei Essig: Essig ist Essigsäure — der Hausmitteltrick mit Essig zählt zu den verbotenen Mitteln, nicht zu den sicheren.

Einen verkalkten Strahlregler schrauben Sie ab und legen ihn einige Minuten in warmes Wasser mit einem Reiniger auf Citronensäurebasis, dann spülen und wieder anschrauben. Hand- oder Kopfbrause tauchen Sie 5–10 Minuten in dasselbe Mittel und spülen sie danach in allen Strahlarten gründlich durch. Brausen mit elastischen Silikondüsen geben den Kalk schon frei, wenn Sie die Düsen unter fließendem Wasser mit dem Finger abreiben. Bleibt der Strahl nach der Reinigung schlecht oder tropft die Armatur, ist oft die Kartusche schuld — das haben wir im Ratgeber Wasserhahn tropft aufgeschlüsselt. Einen verschlissenen Strahlregler oder eine Dichtung tauschen Sie aus dem Angebot der Ersatzteile, ein fehlendes Teil besorgen wir auf Anfrage.

Eine Hand reibt mit weichem Baumwolltuch eine mattschwarze Badarmatur am Waschbecken trockenEine Hand reibt mit weichem Baumwolltuch eine mattschwarze Badarmatur am Waschbecken trocken
Reiniger immer auf das Tuch, nie direkt auf die Armatur — der Sprühnebel dringt in Öffnungen und Spalten, wo er Schaden anrichten kann.

Wie stimmen Sie die Oberflächen im Haus ab?

Ein Bad wirkt ruhig, wenn Waschtischarmatur, Wannenarmatur und Brause dieselbe Oberfläche tragen; einen Schritt weiter geht die Abstimmung mit der Küche. Bei hartem Wasser bedenken Sie, dass weiße Kalkflecken auf dunklen Flächen stärker auffallen als auf hellen — eine hellere Oberfläche desselben Programms ist in der Pflege nachsichtiger.

Farbprogramme führen wir deshalb über die Kategorien hinweg: dieselbe Oberfläche finden Sie unter den Badarmaturen, den Küchenarmaturen und den Duschsystemen, die größte Farbauswahl trägt die Linie ELITE EDITION. Was eine PVD-Beschichtung überhaupt ist, warum sie als dauerhafter gilt als Lack und wie sich die einzelnen Oberflächen im Alltag bewähren, ist ausführlich im Ratgeber zur PVD-Beschichtung erklärt — dort lebt das Thema, hier genügt zu wissen, dass Sie die Oberfläche zuletzt und für den ganzen Raum auf einmal wählen.

Wie entscheiden Sie sich in fünf Schritten?

Der Reihe nach: prüfen Sie den Speichertyp, bestimmen Sie Raum und vorhandene Anschlüsse, wählen Sie die Montageart danach, ob Sie Wand oder Boden öffnen werden, stimmen Sie Höhe und Ausladung auf das Waschbecken ab und wählen Sie erst zuletzt die Oberfläche. Jeder Schritt engt die Auswahl ein, deshalb ist die Reihenfolge wichtiger als der Katalog.

  1. Speicher

    Prüfen Sie, ob der Speicher druckfest oder offen (drucklos) ist. Ein offener Speicher verlangt eine Niederdruckarmatur mit drei Schläuchen; eine übliche Druckarmatur gehört nicht daran. Das ist der einzige Fehler bei diesem Kauf, der die Installation beschädigt und nicht nur die Optik.

  2. Raum und Anschlüsse

    Bestimmen Sie, was Sie ausstatten — Waschbecken, Wanne oder Dusche — und wo die vorhandenen Anschlüsse liegen. Wenn Sie Wand oder Boden nicht öffnen, bleiben Sie bei der Stand- beziehungsweise Aufputzausführung; eine offene Bauphase öffnet die Tür für Wand- und freistehende Lösungen.

  3. Montageart

    Eine Standarmatur wird auf der vorhandenen Öffnung ohne Eingriff getauscht. Eine Wandarmatur verlangt einen Unterputzkörper in der Wand und einen Abstand von 150 mm zwischen den Anschlüssen, eine freistehende ein Grundset im Rohboden. Beide planen Sie in der Rohinstallationsphase und überlassen die Montage einer Fachkraft.

  4. Höhe und Ausladung

    Einbau- und Unterbaubecken deckt die Standardhöhe ab, ein Aufsatzbecken braucht die hohe Ausführung. Messen Sie die Höhe der Keramik, den gewünschten freien Abstand unter dem Auslauf und die Ausladung bis zum Ablauf; bei Grenzfällen schicken Sie uns die Maße, und wir prüfen gemeinsam.

  5. Oberfläche und Pflege

    Wählen Sie eine Oberfläche, die Sie auch an der Küchenarmatur und am Duschsystem bekommen, damit das Haus abgestimmt bleibt. Bei hartem Wasser bedenken Sie, dass dunkle Flächen Kalk früher zeigen — oder machen Sie das Trockenreiben zur Gewohnheit.

Badarmaturen

Armaturen für Waschbecken, Wanne und Bidet — stehend, wandmontiert und freistehend, von Chrom bis gebürstetes Gold.

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Wenn eine Frage offen bleibt — die Höhe über dem Becken, der Abstand bei der Wandausführung oder die Wahl der Oberfläche — schreiben Sie uns. Vor dem Kauf prüfen wir gemeinsam Maße und Kombination, damit Sie einmal und richtig wählen.

HÄUFIGE FRAGEN

Was Käufer prüfen vor dem Kauf.

Eine hohe Armatur brauchen Sie bei einem Aufsatzbecken, das auf der Platte steht — die Standardausführung reicht nicht über seinen Rand. Bei Einbau- und Unterbaubecken genügt die Standardhöhe. Die richtige Kombination hängt von der Tiefe des Beckens ab, messen Sie deshalb die Höhe der Keramik und den gewünschten freien Abstand unter dem Auslauf, und schicken Sie uns bei Grenzfällen die Maße, damit wir vor dem Kauf prüfen.

Das eingeführte Maß ist bei den meisten Wandarmaturen 150 mm zwischen den Mitten der Anschlüsse. Es ist nicht durch eine Norm vorgeschrieben, in der Praxis aber entscheidend. Kleinere Abweichungen gleichen verstellbare S-Anschlüsse aus, größere bedeuten einen Eingriff in die Wand. Messen Sie den Abstand mit dem Maßband vor der Bestellung — das ist die am besten investierte Minute des ganzen Kaufs.

In der Regel nicht. Eine Wandarmatur braucht einen Unterputz-Grundkörper, der vor dem Fliesen in die Wand eingebaut wird, deshalb ist sie im Neubau oder bei einer größeren Renovierung sinnvoll. Wenn Sie die Wand nicht öffnen, wählen Sie die Standausführung — der Tausch auf der vorhandenen Öffnung ist ohne Bauarbeiten und ohne Fliesenleger möglich.

An einen druckfesten Speicher ja, an einen offenen (drucklosen) nicht. Ein offener Speicher verlangt eine Niederdruckarmatur mit drei Anschlussschläuchen, sonst entsteht im Speicher ein Druck, für den er nicht ausgelegt ist. Wie Sie den Speicher erkennen, steht in unserem Ratgeber zum Niederdruckanschluss; die Niederdruckarmaturen im Sortiment sind derzeit Küchenarmaturen, schreiben Sie uns deshalb für das Bad.

Nein. Das Umweltbundesamt führt hartes Wasser nicht als Gesundheitsrisiko — Calcium und Magnesium sind für den Körper sogar nützliche Mineralstoffe. Eine Last ist hartes Wasser dagegen für Geräte: Kalkablagerungen machen vor allem an Warmwasserbereitern Probleme, wo die Heizkosten steigen und die Lebensdauer des Geräts sinkt.

Mit einem milden Reiniger auf Citronensäurebasis: auf ein weiches Tuch auftragen, nach kurzer Einwirkzeit die Fläche gründlich abspülen und trocken reiben. Von Chlor, Salzsäure und Scheuermitteln an der montierten Armatur raten wir ab, weil sie die Oberfläche beschädigen können — auch Chrom, nicht nur farbige Oberflächen. Im Zweifel prüfen Sie die Anleitung Ihres Modells.

Badarmaturen aus unserem Sortiment haben 5–10 Jahre Garantie (je nach Produkt); die genaue Frist steht bei jedem Modell. Darüber hinaus haftet der Verkäufer zwei Jahre ab Lieferung für Mängel der Ware — in Deutschland nach §§ 434 und 437 BGB, in Österreich nach dem Verbrauchergewährleistungsgesetz. Dieses Recht läuft unabhängig von der Garantie, und eine freiwillige Garantie schließt es nicht aus.

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